Das innere Kind ist kein tatsächlicher Anteil, der irgendwo verborgen liegt. Es ist ein psychologisches Bild für unsere frühkindlichen Erfahrungen. Alles, was wir als Kinder erlebt haben – Liebe, Ablehnung, Lob, Kritik, Sicherheit oder Unsicherheit – wird im emotionalen Gedächtnis gespeichert.
Diese frühen Prägungen bilden die Grundlage für unser Selbstbild. Fühlten wir uns gesehen und angenommen, entwickelten wir Vertrauen. Wurden wir häufig kritisiert oder emotional allein gelassen, entstanden Unsicherheit, Angst vor Ablehnung oder übermäßiger Anpassungsdruck.
Innere Kind-Übungen helfen dabei, diese gespeicherten Erfahrungen bewusst zu machen. Oft erkennen Menschen erst im Erwachsenenalter, dass bestimmte Reaktionen – etwa übermäßige Eifersucht, Verlustangst oder das Bedürfnis nach ständiger Anerkennung – nicht aus der aktuellen Situation stammen, sondern aus früheren Verletzungen.